• Mi. Dez 1st, 2021

Kellner bei Lanz: Kein Lockdown mehr

VonLisandra Bardél

Okt 29, 2021

Kellner bei Lanz: Kein Lockdown mehr

Die Corona-Infektionszahlen steigen. Die Impfquote stagniert. Merkels Bundesregierung ist nur noch kommissarisch im Amt. Um in Sachen Corona Handlungsfähigkeit zu signalisieren, haben die drei Partner der möglichen Ampelkoalition am Mittwoch ein Eckpunktepapier vorgelegt. Demnach soll die „epidemische Notlage nationaler Tragweite“ wie geplant zum 25. November auslaufen. Maßnahmen zum Infektionsschutz sollen bis zum 20. März 2022 gelten.

Michael Kellner, Bundesgeschäftsführer der Grünen, betonte diesbezüglich bei Markus Lanz: Das Virus wartet nicht, bis es eine neue Bundesregierung gibt. Deswegen wollten wir gemeinsam Handlungsfähigkeit zeigen. Es sei klar gewesen, dass die „sogenannte pandemische Lage auf Bundesebene“ auslaufe, so der 44-jährige Politiker. „Es geht nicht um den Freedom Day. Die Entscheidung ist, dass all die Maßnahmen – 2G, 3G, Hygienekonzepte, Maskenpflicht – weiterhin möglich und notwendig sind.“

Es sei deswegen genommen, „weil es dafür nach unserer Auffassung keine rechtliche Grundlage mehr gibt, wenn wir eine Möglichkeit haben, dass sich Menschen über Impfungen schützen können“. Dennoch räumte Michael Kellner ein: „Zwei Drittel Impfquote ist gut, aber nicht gut genug.“

Markus Lanz fragte den Immunologen Carsten Watzl: „Warum hört man plötzlich so viel über sogenannte Impfdurchbrüche?“ Der Professor für Immunologie definierte zunächst den Begriff: „Ein Impfdurchbruch ist, wenn sich jemand, der vollständig geimpft ist, symptomatisch infiziert.“ Für einige Leute käme das vielleicht überraschend, „aber ehrlich gesagt hatten wir die ersten Impfdurchbrüche in der Zulassungsstudie“, so Watzl. Und weiter: Es war zu erwarten: Je mehr Menschen wir impfen, desto mehr Durchbruchsinfektionen sehen wir.